Regionalentwicklung im Fokus: Fachtreffen der Klima- und Energiemodellregionen im Retzer Land

Rund 130 Klima- und Energiemodellregionen gibt es in Österreich – eine davon ist das Retzer Land. Heuer fand das jährliche Treffen der KEM-Managerinnen und -Manager im Stadtsaal des Althofes Retz statt. Vertreterinnen und Vertreter aus allen Bundesländern diskutierten dabei aktuelle Themen wie Flächenentsiegelung, die Nutzung von Leerständen sowie Böden und Holz als CO₂-Speicher.

„Ich freue mich sehr, dass wir diese bedeutende Fachveranstaltung ins Retzer Land holen konnten“, betonte Gregor Danzinger, Leiter der Klimamodellregion Retzer Land. Auch Stadtrat Daniel Wöhrer hieß die Gäste willkommen: „Es ist schön, dass wir hier den Rahmen für diesen Austausch bieten und gleichzeitig unsere nachhaltigen Projekte vorstellen können.“

Der erste Veranstaltungstag stand ganz im Zeichen von Fachvorträgen, Arbeitsgruppen und Diskussionen. Zum Ausklang führte man die Gäste durch den Retzer Erlebniskeller und zur historischen Windmühle.

Am zweiten Tag rückten die Gemeinden rund um Retz in den Fokus: In Zellerndorf wurde der Plan für das neue Gemeindezentrum als Beispiel für Flächenrecycling präsentiert, der Hauptplatz in Pulkau diente als Beispiel für Entsiegelung und Begrünung. In Oberretzbach zeigte Architekt Andi Breuss ein Forschungshaus aus Lehm, und in Unterretzbach informierte Werner Pölz vom Umweltbundesamt über Böden als CO₂-Senke.

Für Fritz Schechtner, Bürgermeister von Hardegg und Obmann der Bezirksbauernkammer Hollabrunn, ein besonders wichtiges Thema: „Wir Bauern müssen viele Aufgaben gleichzeitig erfüllen – aber in der Bindung von CO₂ im Boden liegt ein großes Zukunftspotential.“