
Die Stadtgemeinde Schrattenthal unterstreicht ihr Engagement für globale Fairness und nachhaltigen Konsum: Als neu zertifizierte FAIRTRADE-Gemeinde lud sie die FAIRTRADE-Niederösterreich-Koordinatorin Karin Neumayer zu einem Besuch in den Kindergarten der Stadtgemeinde ein. Ziel war es, bereits den jüngsten Gemeindebürgerinnen und -bürgern auf spielerische und kindgerechte Weise zu vermitteln, was sich hinter dem Begriff Fair Trade verbirgt – und warum gerechter Handel Menschen auf der ganzen Welt zugutekommt.
Der Besuch wurde außerdem genutzt, um der Stadtgemeinde Schrattenthal persönlich zur Auszeichnung durch FAIRTRADE Österreich zu gratulieren. Mit der Überreichung der Ernennungsurkunde an Bürgermeister Stefan Schmid bedankte sich Karin Neumayer herzlich für das Engagement für den Fairen Handel.
Schrattenthal ist nach Retz die zweite Stadtgemeinde im Retzer Land, die mit dem FAIRTRADE-Siegel ausgezeichnet wurde. Die weiteren vier Gemeinden sind ebenfalls auf einem guten Weg: In ihren Gemeinderäten wurde der Beitritt als FAIRTRADE-Gemeinde bereits beschlossen. Nun gilt es, diese Beschlüsse mit Leben zu füllen – ein Prozess, der in vielen Bereichen bereits erfolgreich begonnen hat.
Fair Trade ist weit mehr als ein Gütesiegel. Es ist ein wirksames Werkzeug im globalen Kampf gegen Armut und unterstützt auch unsere Maßnahmen für mehr Klimagerechtigkeit. Dass die Stadtgemeinde Schrattenthal dieses Thema nicht nur auf Gemeindeebene, sondern auch im Kindergarten verankert, zeigt ein starkes Verantwortungsbewusstsein.
Gregor Danzinger, Manager der Klimamodellregion Retzer Land
Eine Generation, die Verantwortung übernimmt
Der Vormittag stand ganz im Zeichen des bewussten Genießens und des Verstehens. Neumayer brachte den Kindern näher, wie wichtig faire Arbeitsbedingungen, angemessene Löhne und nachhaltige Produktionsweisen sind. Um den theoretischen Input mit einem positiven Erlebnis zu verbinden, erhielten die Kinder im Anschluss eine FAIRTRADE-Banane, ein Stück FAIRTRADE-Schokolade und kindgerechte Lern- und Infomaterialien.
„Kinder sind unglaublich neugierig und offen – es ist die perfekte Gelegenheit, ihnen früh zu zeigen, dass ihr eigenes Verhalten einen Unterschied machen kann“, erklärte Karin Neumayer. „Indem sie lernen, worauf man beim Einkaufen achten kann, entwickeln sie ein Bewusstsein dafür, wie eng unsere Welt miteinander verbunden ist.“
Auch die Leiterin des Kleinstadtkindergartens Pädagogin Martina Leitner begrüßte die Gelegenheit, Fair Trade altersgerecht in den pädagogischen Alltag zu integrieren. Der Besuch von Karin Neumayer wurde im Kindergartenteam seit Wochen vorbereitet: In Geschichten, Gesprächen und kleinen Projekten erfuhren die Kinder etwa, woher Schokolade kommt, wie Bananen wachsen und wie viel Arbeit hinter einem Produkt steckt, das in heimischen Geschäften oft selbstverständlich im Regal liegt.
Der Besuch endete mit vielen strahlenden Gesichtern, denn nicht nur die süße Kostprobe kam gut an: Die Kinder präsentierten stolz ihre neu erworbenen Kenntnisse und zeigten, dass Fair Trade keineswegs ein kompliziertes Erwachsenenthema sein muss.
Fairer Handel funktioniert dann, wenn wir ihn leben. Und es freut mich besonders, dass unsere Jüngsten heute einen wichtigen Schritt gemacht haben.
Stefan Schmid, Bürgermeister der Stadtgemeinde Schrattenthal

